Event-Kalender
FIOE-Statement from 06.03.2010
The Federation of Islamic Organisations in Europe warns of the grave nature of the escalating Israeli aggressions against Islamic holy sites in Palestine
The Federation of Islamic Organisations in Europe has followed with great alarm the escalating trend in aggressions and violations committed by the Israeli occupation authorities against Islamic holy sites, and the historic features and heritage of civilisation in Palestine, especially in the cities of Al-Quds—Jerusalem, Alkhalil—Hebron, and Bethlehem, which signals seriously dangerous repercussions.
It is highly apparent that the Israeli occupation forces have continued to desecrate the spaces and environs of the blessed al-Aqsa Mosque, and perpetrated all forms of inhumane treatment on the Palestinian civilians offering their ritual daily prayers there. In the latest developments, these forces attacked the sacred mosque en masse through all its gates on Friday, 5 March 2010; paying no regard to the sanctity of the site, representing the first direction of prayer for Muslims, and the destination of the miraculous night journey, al-Israa, of the Messenger Muhammad, peace be upon him, and one of the three most important mosques in Islam, alongside the Holy Mosque in Makkah and the Prophet's Mosque in Madinah.
These developments come only days after the occupation forces viciously attacked the prayer congregation in al-Aqsa Mosque on Sunday, 28 February 2010, in the aftermath of the wide-scale and fierce confrontations by the occupation forces a few days before in the city of al-Khalil—Hebron, site of the noble Ibrahimi Mosque.
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PM des KRM vom 05.03.2010
Der KRM hat hinsichtlich des Inhalts, der Form und der personellen Zusammensetzung der DIK erhebliche Kritik und Klärungsbedarf in Bezug auf einen erfolgreichen Verlauf.
Der KRM-Sprecher Bekir Alboga sagte heute Nachmittag in Köln: „Nach dem Gespräch im BMI am Montag, den 08.03.2010 behalten wir uns alle Schritte vor, was die weitere Teilnahme und die Bedingungen unserer Zusammenarbeit mit der DIK angeht.“
Die Suspendierung eines KRM-Mitglieds traf beim KRM auf Ablehnung.
PM des IR vom 03.03.2010:
Islamrat wird nicht mehr an der Islamkonferenz teilnehmen
„Eine ‚ruhende Mitgliedschaft‘ kommt für den Islamrat nicht in Frage. Unsere Legitimation leiten wir nicht aus der Teilnahme an der Islamkonferenz ab. Als Feigenblatt zur Legitimierung von Positionen, die von muslimischer Seite nicht tragbar sind, standen wir weder in der Vergangenheit noch heute zur Verfügung.“
Nach einem Treffen am Mittwoch mit Vertretern des Bundesinnenministeriums (BMI) hat sich der Islamrat dazu entschieden, nicht weiter an der Deutschen Islamkonferenz (DIK) teilzunehmen. Das BMI hatte dem Islamrat mitgeteilt, dass er nur als ruhendes Mitglied weiterhin in der DIK verbleiben kann, aber nicht mehr aktiv an dem Prozess und den Debatten teilnehmen soll.
Als Begründung wurden von Seiten des BMI die laufenden Ermittlungsverfahren gegen das Mitglied des Islamrats, die Islamische Gemeinschaft Milli Görüş (IGMG) und dessen Funktionäre angeführt. Bei einer vollwertigen Teilnahme des Islamrats würde zu sehr die Gefahr bestehen, dass die inhaltlichen Themen von den Ermittlungsverfahren überschattet werden, sagten Vertreter des BMI.
Ali Kızılkaya, Vorsitzender des Islamrats stellte fest: „Der eigentliche Grund für den faktischen Ausschluss aus der Debatte dürfte sicherlich in der dezidiert kritischen Haltung des Islamrats im bisherigen DIK-Prozess sein“ und verwies insbesondere auf die Stellungnahme des Islamrats zu den Ergebnissen der bisherigen Islamkonferenz (Stellungnahme des Islamrats).
Weiter sagte Kizilkaya:
„Eine ‚ruhende Mitgliedschaft‘ kommt für den Islamrat nicht in Frage. Unsere Legitimation leiten wir nicht aus der Teilnahme an der Islamkonferenz ab. Als Feigenblatt zur Legitimierung von Positionen, die von muslimischer Seite nicht tragbar sind, standen wir weder in der Vergangenheit noch heute zur Verfügung. Nur um als Beteiligte in diesem Prozess zu erscheinen, können wir keine Ergebnisse mittragen, an denen wir nicht mitgewirkt haben und die wir gegebenenfalls weder unseren Mitgliedern, der muslimischen Gemeinschaft noch unserem Gewissen gegenüber rechtfertigen können.“
Kızılkaya betonte: „Die DIK ist von Beginn an eine Veranstaltung des Bundesinnenministers gewesen, der eigenständig entschieden hatte, wen er hierzu einlädt. Schon immer war die Asymmetrie der Zusammensetzung, der Struktur, der Finanzausstattung und der Themenbesetzung eine kennzeichnende und von uns monierte Schwäche der DIK.“
Der Ratsvorsitzende unterstrich: „Der Islamrat bezieht weder seine Legitimität noch seine Bedeutung aus der Teilnahme an der DIK, sondern aus hunderten von seinen Moscheegemeinden, hunderttausenden Mitgliedern und der in ihr versammelten Kompetenz. Jedoch hängt umgekehrt die Legitimität und der Einfluss der Deutschen Islamkonferenz im Besonderen davon ab, inwiefern sie die Muslime in Deutschland in ihr abbildet und gerade auch allen Strömungen der Muslime eine Stimme geben kann. Diesen Anspruch der DIK stellt aber das BMI nun selbst in Frage.“
Kızılkaya führte weiter aus: „Auch in Zukunft werden von Seiten des Islamrates Stellungnahmen und Meinungen zu den Inhalten und Debatten der DIK erarbeitet. Diese neue Situation gibt uns die Möglichkeit, unsere Positionen wesentlich freier in die dringend notwendige öffentlich zu führende Diskussion einzubringen.“
Kızılkaya betonte: „Der Islamrat wird weiterhin einen kulturalistisch bestimmten Diskurs gegenüber der muslimischen Bevölkerungsminderheit ablehnen und für einen aufrichtigen und ehrlichen Dialog auf Augenhöhe eintreten. Unermüdlich werden wir die Politik dazu anmahnen, den verfassungsrechtlichen Pluralismus als Ausdruck gesellschaftlicher Vielfalt und der Freiheitlichkeit des Gemeinwesens anzuerkennen und diesen in ihrer Politik zu berücksichtigen.“
Er endete mit der Feststellung, dass der Islamrat und seine Mitgliedsorganisationen sich auch weiterhin den gesellschaftlichen Fragen, die sich aus der Integration des Islams und der Partizipation von Muslimen in der Gesellschaft ergeben, stellen werden. „Dabei wird unser Augenmerk wie bisher darauf liegen, auch die unbequemen Aspekte im Diskurs zu thematisieren, die Interessen und Sorgen der Muslime in Deutschland wahrzunehmen und ihnen eine starke Stimme zu geben“, sagte Kızılkaya.
islamrat@islamrat.de
Koordinationsrat der Muslime und Interkultureller Rat:
Aufruf zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus
Der Koordinationsrat der Muslime in Deutschland und der Interkulturelle Rat rufen gemeinsam dazu auf, während der Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 15. bis 28. März 2010 aktiv zu werden und Veranstaltungen durchzuführen.
Feindliche Einstellungen gegenüber Muslimen sind in Deutschland und Europa weit verbreitet. Zu den vordringlichen Aufgaben bei den Internationalen Wochen gegen Rassismus gehört daher die Überwindung von antimuslimischem Rassismus. Rassismus verletzt Menschen in ihrer Würde und belastet den gesellschaftlichen Frieden. Rechtsextremisten mobilisieren mit antimuslimischen Kampagnen für ihre demokratiefeindlichen Ziele.
Auf der Seite www.internationale-wochen-gegen-rassismus.de finden Sie alle Informationen zum Stand der Vorbereitungen der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2010 sowie die bundesweite Übersicht über Veranstaltungen während der Aktionswochen. Dieser Veranstaltungskalender wird ständig aktualisiert.
www.interkultureller-rat.de
Zur Erinnerung an den Geburtstag des Propheten erneuert eure Liebe zu ihm-Allahs Wohlgefallen und Frieden auf ihm und befolgt seine Sunna.
Dazu diese Powerpoint:

26.02.2010
Augenzeugenbericht aus Kabul
Ein mörderischer Freitagmorgen in Kabul
von M.Belal El-Mogaddedi
heute Morgen bin ich gegen 06.30 Uhr durch eine gewaltige Explosion, deren Druckwelle die Fensterscheiben meines Schlafzimmers in tausend Stücke zerbrechen ließ, aus dem Schlaf gerissen worden. Wie sich kurze Zeit später bestätigt, handelt es sich bei der Explosion nicht wie zunächst von mir vermutet um eine Boden-Boden Rakete, sondern um eine Autobombe, die 200 Meter von meinem Aufenthaltsort im Kabuler Stadtteil Schar-i-Nau gezündet worden ist. Anschlagsziel ist das beliebte Kabuler Einkaufszentrum “Safi Landmark” gewesen, in dem sich neben zahlreichen Boutiquen und Restaurants, im obersten Stockwerk ein, auch von Ausländern gern aufgesuchtes Hotel befindet, das dem Besucher eine wundervolle Aussicht auf die Hauptstadt Afghanistans bietet.
Die grüne Glasfassade des Gebäudes ist massiv beschädigt, und die vielen kleinen Läden im näheren Umkreis sind in starke Mitleidenschaft gezogen worden.
Nach ersten Informationen sind heute Morgen zwei Fahrzeuge in die Kreuzung vor dem “Safi Landmark” eingefahren. Die Insassen der Fahrzeuge tragen Polizeiuniformen und geben vor, auf Patrouille zu sein. Aus diesem Grund lassen die an jeder großen Kabuler Kreuzung positionierten Beamte, sie bis vor den Haupteingang des Gebäudes vorfahren. Dort steigen mehrere Personen aus und erschießen die vor dem Gebäudeeingang stehenden, vollkommen überraschten, privaten Wachmänner. Während die Polizei an der Kreuzung das Feuer auf die Angreifer eröffnet, wird das zweite Fahrzeug vor einem weiteren Eingang des Gebäudes zur Explosion gebracht. Die wuchtige Explosion lenkt die Aufmerksamkeit der Sicherheitskräfte für wenige Momente von den Angreifern ab, so dass die Bewaffneten in das Gebäudeinnere eindringen können, und ihr mörderisches Treiben fortsetzen. Nach ersten Angaben hat es mindestens zehn Tote gegeben, aber es ist anzunehmen, dass dieser Angriff mehr Menschen das Leben gekostet hat. Der ersten Explosion folgen mehrere kleine Explosionen und heftige Feuergefechte mit schweren und leichten Feuerwaffen in den Seitenstraßen Auseinandersetzungen, die sich zum Teil direkt vor meiner Haustür abspielten.
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Kriminalisierung von Meinungsäußerungen statt Aufklärungsarbeit im Mordfall Marwa El-Sherbini
Die juristischen Entwicklungen nach der Ermordung El-Sherbinis in Dresden machen uns besorgt und – im wahrsten Wortsinne – betroffen. Denn sie betreffen auch uns!
Gegen die Erlanger Medienwissenschaftlerin Sabine Schiffer ist ein Strafbefehl wegen übler Nachrede in Höhe von 6000 EUR bzw. zwei Monaten Haft ergangen, weil sie in einem Interview geäußert habe, der Fehlschuss des Polizisten auf den Ehemann der Ermordeten müsse auf mögliche rassistische Zusammenhänge hin untersucht werden – dies wurde in verschiedenen Interviews jeweils unterschiedlich formuliert.
Diese juristische Vorgehensweise macht uns betroffen, weil sie auch uns und unser Rechtsstaatsverständnis betrifft.
- Unabhängig davon, ob man es – wie in der Berliner Zeitung vom 5. und 6. Januar erörtert – für notwendig erachtet, dass die offenen Fragen um den Mord in Dresden weitere Untersuchungen erfordern
- unabhängig davon, ob man die pointierte Vermutung Schiffers voll inhaltlich teilt oder nicht
Es kann und darf nicht sein, dass durch juristische Einschüchterungsversuche Meinungs- und Pressefreiheit beschnitten werden! Es kann und darf nicht sein, dass freies wissenschaftliches Forschen, Denken und Spekulieren, wie hier im Kontext der Rassismusforschung, durch eine eingeengte und fachfremde juristische Vorgehensweise beschränkt werden soll, die in unseren Augen den Ansprüchen an Unabhängigkeit und Unparteilichkeit nur schwerlich genügt.
Es muss in Deutschland möglich sein, begründete und begründbare Beobachtungen, Thesen, Möglichkeiten und Vermutungen anzustellen - auch und gerade öffentlich, um den Erkenntnisgewinn zu befördern. Das ist die Aufgabe von Wissenschaft und auch von Medien als Vierter Gewalt. Wissenschaft und freie Presse haben von Verfassungswegen das Recht und die Aufgabe, das Parlament bei der Kontrolle die Staatsgewalt zu unterstützen und die Teilnahme des Bürgers am demokratischen Diskussionsprozess zu fördern. Auch und gerade um für Bürgerrechte und Demokratie gefährliche Tendenzen zu benennen. Die Befürchtung, dass die Polizei hier in Sachen Reflexion von in der Gesellschaft weit verbreiteten rassistischen Stereotypen ein Ausbildungsdefizit hat, ist möglich, und muss deshalb öffentlich ausgesprochen werden können. Wie sollen denn in diesem Staat Probleme gelöst werden, die ohne das Risiko der Strafverfolgung nicht mehr benannt werden können? Das Gewaltmonopol des Staates ist u.a. auch damit zu rechtfertigen, dass es dieses Recht sichert und nicht beschneidet.
Es kam immer wieder zu Übergriffen gegen die Unabhängigkeit der Vierten Gewalt: beispielhaft seien hier die Verfahren der Presserechtskammer am Landgericht Hamburg genannt sowie die sog. Cicero-Affäre von 2005, als die Staatsanwaltschaft Potsdam die Redaktionsräume durchsuchen ließ. Der Strafbefehl gegen Schiffer, der um ein Vielfaches höher ist als im Beleidigungsfall des späteren Täters Wiens gegen El-Sherbini – hat deshalb eine offensichtliche einschüchternde Wirkung, die wir auch schon an uns beobachten.
Wir fragen uns, ob nicht allein hierin bereits eine extreme Schieflage und das Messen mit zweierlei Maß deutlich werden – etwa wenn es darum geht, die Meinungsfreiheit gegenüber Muslimen zu verteidigen oder auch dann, wenn sie uns selbst weh tut. Dass es strukturellen und subtilen Rassismus an vielen Stellen in unserem Alltag gibt und dass wir entsprechend – unbewusst und ungewollt – „erzogen“ werden, ist in der Wissenschaft unbestritten.
Dabei geht es nicht darum, einzelne Personen wie den Polizisten, der auf El-Sherbinis Ehemann schoss, „an den Pranger“ zu stellen – es geht nicht um ihn persönlich, sondern um den Vorfall, der darauf hindeuten könnte, welche (mentalen) Strukturen Polizeiarbeit ganz generell beeinflussen – wie auch den Rest der Gesellschaft. In der Debatte ist der Beamte nie – auch nicht von Schiffer – persönlich oder namentlich angegriffen worden, was verdeutlicht, wie absurd der Vorwurf der „üblen Nachrede“ ist.
Wissenschaft und Medien müssen dabei behilflich sein, ein verstärktes Problembewusstsein und damit auch die Chance für Verbesserungen in der Öffentlichkeit zu pflegen.
Und dazu braucht es Menschen, die nicht besonders mutig sein müssen, sondern die ihr Grundrecht auf freie Meinungsäußerung wahrnehmen, um nachzudenken und um Veränderungen anzustoßen. Menschen, die hier ihre – und eben auch unsere! – Verantwortung wahrnehmen, haben ein Recht auf rechtsstaatliche Unterstützung und gesellschaftliche Solidarität.
Deshalb erklären wir uns mit Sabine Schiffer solidarisch und deshalb sehen wir uns veranlasst, uns als Aktionsbündnis gegen Rassismus und für Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit zusammen zu schließen und für rege Diskussion und Beteiligung zu werben.
Mehr Infos unter Medienverantwortung.de
V.i.S.d.P.: Dr. Helmut Aichele, Isa Paape und Manfred Kirscher
Möchten Sie ihren Protest kundtun, so schreiben Sie eine Mail unter Angabe von Name, Ort und ggf. Funktion/Institution an: webmaster@solidaritaet-mit-dr-sabine-schiffer.de
16.02. 2010
Mit Intoleranz „Toleranz stiften“? - Zum Beitrag von Prof. Dr. Josef Isensee in der FAZ
von Mustafa Yeneroğlu
Josef Isensee zählt zu den profiliertesten Staatsrechtlern in Deutschland. Sein Name ist mit dem von ihm seit 1987 gemeinsam mit seinem Heidelberger Kollegen Paul Kirchhof herausgegebenen zehnbändigen „Handbuch des Staatsrechts der Bundesrepublik Deutschland“ sowohl der juristischen als auch der politischen Fachwelt verbunden. Viele weitere juristische, politische und philosophische Schriften zählen zu seinem Lebenswerk. Immer wieder hat er mit seinen Positionen wesentlichen Einfluss auf gesellschaftspolitische Diskussionen aber auch auf die Rechtsprechung ausgeübt.
Darüber hinaus hat er vor allem in den letzten Jahren die öffentliche Diskussion um die Integration der Muslime wesentlich und dabei insbesondere Positionen rechtskonservativer Politiker zu diesem Thema mitgeprägt. Während Isensee in früherer Zeit zur Betonung seiner Positionen immer wieder auf prägnante Zuspitzungen zurückgegriffen hat, fällt er in seinen Diskussionsbeiträgen im Zusammenhang mit Muslimen mit äußerst brisanten Formulierungen auf.
Oft lassen sich die Positionen von Prof. Isensee in der Parteipolitik der CDU nachzeichnen. So auch bei der Begründung und Formulierung der von der CDU verantworteten antimuslimischen Kopftuchgesetze. Sei es die Diskussion um die doppelte Staatsbürgerschaft, die Leitkulturdebatte, und nicht zuletzt die Integration der islamischen Religionsgemeinschaften in das deutsche Religionsverfassungsrecht, all diese Debatten hat Isensee beeinflusst. Gleichwohl dürften einige Positionen des dezidiert katholischen Rechtswissenschaftlers auch bei manch liberalem Zeitgeist in der CDU zu Stirnrunzeln führen.
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07. 02. 2010
Ein Mann für den heißen (Lehr-)Stuhl
von Till-R. Stoldt
Mutig muss Mouhanad Khorchide wohl sein.Schließlich soll er den bundesweit einzigen (und derzeit vakanten) Lehrstuhl für islamische Religionspädagogik an der Uni Münster besetzen, um islamische Religionslehrer auszubilden.Und wenn es in der deutschen Hochschullandschaft einen Lehrstuhl gibt, dem man mit Recht das Boulevard-Etikett "Heißer Stuhl" anheften dürfte - dann diesem. Kein zweiter Lehrstuhl löste in den vergangenen Jahren ähnliche politische Kontroversen aus.
Mutig muss Mouhanad Khorchide wohl sein. Schließlich soll er den bundesweit einzigen (und derzeit vakanten) Lehrstuhl für islamische Religionspädagogik an der Uni Münster besetzen, um islamische Religionslehrer auszubilden. Und wenn es in der deutschen Hochschullandschaft einen Lehrstuhl gibt, dem man mit Recht das Boulevard-Etikett "Heißer Stuhl" anheften dürfte - dann diesem. Kein zweiter Lehrstuhl löste in den vergangenen Jahren ähnliche politische Kontroversen aus. Und kein anderer Lehrstuhlinhaber musste in ähnlicher Todesangst leben. Zur Erinnerung: Khorchides Vorgänger Muhammad Kalisch bezweifelte öffentlich die Existenz des Propheten Muhammads. Daraufhin riefen die Muslimverbände auf, seinen Unterricht zu boykottieren. Kurz danach gab Kalisch bekannt, er erhalte Morddrohungen. Und wenig später erklärte auch NRW-Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP), man müsse einen anderen Experten für den Job suchen. Außerdem gelte es, dieses Mal rechtzeitig das Einverständnis der Verbände einzuholen - was Pinkwart den arg unsachlichen Vorwurf der Feigheit eintrug.
Quelle: welt.de
05.02.2010
Islamkonferenz künftig ohne Kritiker?
von Thomas Pany
Der neue Innenminister de Maizière will die "Integrationsveranstaltung" umstrukturieren
Auf Necla Kelek ist Verlass. Ihre Anmerkungen zur deutschen Islamkonferenz (DIK) unterscheiden sich deutlich vom sonst üblichen Jargon der Berichterstatter und Experten. Kelek geht mit klaren Worten ans Grundlegende, ihre Analysen gehören zum Interessantesten, was die Islamkonferenz hervorgebracht hat. Am 14. März 2008 äußerte die "unabhängige säkulare Muslimin" gegenüber den Vertretern des "Koordinierungsrates der Muslime" (KRM):
"Kein Islamgelehrter dieser Seite trat auf, um sein Verständnis von Islam und Demokratie darzulegen. Es war ernüchternd, feststellen zu müssen, dass der organisierte Islam in Deutschland offenbar nicht in der Lage oder willens ist, solche Fragen zu erörtern, sondern immer nur bekundete, was der Islam alles nicht ist."
Vor dem bislang letzten Plenum der Islamkonferenz, im Juni letzten Jahres, zog sie ein Fazit, das keins der ansonsten üblichen und geforderten leicht zu behandelnden "positiven Signale" sendet: "Experiment erfolgreich gescheitert", schrieb sie und wieder übte sie harte Kritik an den Islamverbänden. Sie würden viele Rechte einfordern, aber die Verantwortung für Dinge, die im Namen des Islam stattfinden, ablehnen und letztlich auch "sogar die Integration". Das ist starker Tobak, einseitig und vielleicht sogar überzogen, aber es trifft die Wirklichkeit schärfer als das Fazit des Innenministeriums, wonach sich die Konferenz als "Rahmen für den Dialog zwischen Staat und Muslimen bewährt" hat.
Das Innenministerium reagiert auf eine Nachfrage mit der Antwort, dass "niemand ausgeladen wird" und verweist auf "strukturelle Veränderungen", die man plane. Ein schöner Euphemismus; in der Privatwirtschaft bedeutet er, dass die Stelle ab sofort nicht mehr sicher ist und die Kündigung wahrscheinlich.
Dass Kizilkaya nach der "strukturellen Veränderung" keinen Platz mehr in der DIK haben wird, liegt an seiner Nähe zu islamistischen Positionen. Bei den unabhängigen Vertretern Seyran Ates und Necla Kelek mit größter Wahrscheinlichkeit daran, dass ihre Positionen mir der "Heile-Welt-Stimmung", die man mit der Integrationskonferenz verbreiten will, nur schwer oder eben gar nicht zu vereinbaren sind.
Quelle: www.heise.de
28.01. 2010
Kompromissloser Helfer
Dr. Samir Kazkaz mit Bußmann-Preis ausgezeichnet
von Dieter Hirsch
Dr. Samir Kazkaz ist am Mittwochabend mit dem Heinrich-Bußmann-Preis 2010 ausgezeichnet worden. "Dr. Kazkaz ist ein überzeugendes Beispiel dafür, wie aus Mitgefühl und Mitleiden ein engagiertes kompromissloses Helfen wird. Er ist damit ein würdiger Preisträger", begründete Prof. Dr. Ludwig Bußmann die Entscheidung der Preisjury.
Seit vielen Jahren nutzt der Neurochirurg des Klinikums St. Marien Hospital zwei bis dreimal im Jahr seinen Urlaub, um in Kriegsgebieten wie dem Libanon und dem Gaza-Streifen Kriegsopfer zu operieren. "Neben diesem hohen Maß an Zivilcourage würdigt die Jury ebenfalls ihr Engagement im ehemaligen Ausländerbeirat der Stadt Lünen", so Dr. Ludwig Bußman weiter. Der gebürtige Syrer Dr. Kazkaz war sieben Jahre Vorsitzender dieses Gremiums.
"Was mich vor allem beeindruckt hat, ist die Tatsache, dass hier ein Mann über Jahre hinweg Verantwortung für das Schicksal anderer übernommen hat. Und das überwiegend in Zeiten, in denen andere Ski fahren, Gipfel erklimmen, Museen besuchen oder einfach nur am Strand liegen", sagte SPD-Landtagsabgeordneter Rainer Schmeltzer, der die Laudatio auf den Preisträger hielt.
"Es ist eine große Ehre für mich", erklärte Dr. Kazkaz. Er dankte vor allem seiner Familie für die Unterstützung seiner Arbeit. Die 500 Euro Preisgeld spendet Dr. Kazkaz dem Hammer Forum, dessen Mitglied er ist und das kriegsverletzte Kinder zur Behandlung nach Deutschland holt.
Der vom SPD-Stadtverband vergebene Heinrich-Bußmann-Preis wurde zum 9. Mal verliehen. Heinrich Bußmann (geb. 1896 in Lünen) war SPD-Mitglied und stellte sich während seiner Zeit als Stadtverordneten-Vorsteher gegen die Nationalsozialisten. Er wurde daraufhin ohne Urteil in verschiedenen Konzentrationslagern inhaftiert. Am 18. August 1942 starb er aufgrund von Misshandlungen und Folterungen im Konzentrationslager Dachau.
Quelle: http://ruhrnachrichten.de
Das Muslimische SeelsorgeTelefon (MuTeS) erweitert seinen Dienst
Man kann MuTeS ab 15. Februar täglich von 12-24 Uhr erreichen.
Außerdem wird Dienstags den Dienst auf Deutsch und Türksich angeboten.
Auf Nachfrage sind Gespräche zu unterschiedlichen Terminen in Arabisch,
Türkisch, Urdu, Marokkanisch, Englisch, Französisch und Spanisch möglich
Nähere Informationen darüber, was das Muslimische SeelsorgeTelefon ist
und wie es arbeitet, findet Ihr im Flyer bzw. auf der Homepage unter
mutes.de

Islamfeindlichkeit – wenn die Grenzen der Kritik verschwimmen (VS-Verlag Wiesbaden)
Bei dem aktuellen Buch des Islamwissenschaftlers und Politologen Thorsten Gerald Schneiders handelt es sich um das derzeit wohl umfassendste Werk zum Thema. Sachlich und fundiert haben sich darin bedeutende und bekannte Experten aus zwölf verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen wie Navid Kermani, Micha Brumlik, Heiner Bielefeld und andere haben sich darin umfassend mit den Auswüchsen dieses Phänomens in Deutschland/Europa beschäftigt.
Das Buch dokumentiert die Erscheinungsformen dieses Phänomens in Geschichte und Gegenwart und setzt sich kritisch mit ihnen auseinander.Es geht sowohl um anti-islamische Strömungen im Hochmittelalter, um die "Türkengefahr" oder frühe Reiseberichte, als auch um moderne Beispiele aus dem Internet, der Politik, der Gesetzgebung, den Kirchen, Schulen oder der Literatur. Darüber hinaus finden sich Auseinandersetzungen mit gegenwärtigen Protagonisten der "Islamkritik" wie Henryk M. Broder, Ralph Giordano, Hans-Peter Raddatz, Necla Kelek, Seyran Ates, Leon de Winter, Alice Schwarzer und anderen. Hinweisen muss man auch auf das Thema "Ehrenmorde" bzw. Gewalt gegen Frauen im Kontext von Islamfeindlichkeit.
Obwohl das Buch von Wissenschaftlern geschrieben wurde, hat der Herausgeber darauf geachtet, dass die Texte leicht verständlich, gut lesbar und durchaus unterhaltsam sind. Ziel war es, das Buch nicht nur in Universitäts-Bibliotheken zu bringen, sondern die breite Öffentlichkeit anzusprechen.
Vor diesem Hintergrund dürfte das Werk helfen, die öffentliche Debatte um Islamophobie, Islamfeindlichkeit und Islamkritik besser zu durchschauen und in vernünftigere Bahnen zu lenken. Es liefert wertvolle Argumentationshilfen, um den heute in Europa immer wiederkehrenden Pauschalangriffen gegen den Islam und die Muslime etwas sinnvolles entgegenzusetzen.
weiter
Islamfeindlichkeit, wenn die Grenzen der Kritik verschwimmen, hrsg. v. Thorsten Gerald Schneiders. VS-Verlag, Wiesbaden.
http://www.amazon.de/Islamfeindlichkeit-Wenn-Grenzen-Kritik-verschwimmen/dp/3531162578
27.01.2010

Hessischer Friedenspreis 2009 an muslimische Friedensaktivistin verliehen
Die muslimische Friedensaktivistin Dekha Ibrahim Abdi ist mit dem hessischen Friedenspreis ausgezeichnet worden. Sie erhielt die Auszeichnung am Donnerstag bei einem Festakt im Wiesbadener Landtag. Dr. Monika Lüke, Generalsekretärin der deutschen Sektion von Amnesty International, hielt die Laudatio auf die Preisträgerin.
Dekha Ibrahim Abdi habe sich in der Friedensarbeit und Konfliktlösung in zahlreichen gespaltenen Ländern der Welt vorbildlich engagiert, hob Landtagspräsident Norbert Kartmann in seiner Begrüßungsrede hervor. Sie kombiniere „Graswurzel-Aktivismus“ mit sanfter, aber entschlossener Führung und einer spirituellen Motivation, die sich aus den Lehren des Islam speise. „Sie liest den Koran als Friedenslehre“, so Kartmann. Abdis Motto sei ein Beleg für ihren praktischen Ansatz in der gewaltfreien Konfliktlösung. „Bei Friedensarbeit geht es nicht um die Mathematik der Zahlen und Prozente von Mehrheiten und Minderheiten. Es geht um Pluralität, Verschiedenheit, Teilhabe und „Ownership“ von allen am Konflikt Beteiligten. Frau Abdis hohes Engagement für den Frieden in der Welt gilt es von allen Seiten zu unterstützen und zu würdigen“, betonte der Landtagspräsident.
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20.01.2010
Spenden Sie bitte für die Erdbebenopfer in Haiti
Eine Woche nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti wird das Ausmaß der Katastrophe immer deutlicher. Nach Regierungsangaben wurden bereits 70 000 Tote geborgen. Die tatsächliche Anzahl der Erdbebenopfer wird auf 200 000 geschätzt. Die Leichen türmen sich auf den Straßen wie Hilfsorganisationen vor Ort berichten. Zu viele Menschen benötigen Hilfe und es mangelt an Nahrung, Trinkwasser, Medikamenten und ärztlicher Versorgung. Die eingereisten Ärzte zeigen sich schockiert über das Ausmaß der Katastrophe.
Noch nie hätten sie so viele Menschen mit so schweren Verletzungen gesehen, erklären Mitarbeiter von Hilfsorganisationen. Seit ihrer Ankunft in Port-au-Prince arbeiten die Notfallteams ohne Unterbrechung und nur die dringendsten Fälle werden behandelt. Die Anzahl der Ärzte vor Ort sei nicht ausreichend. Ferner gebe es logistische Probleme berichtete die Organisation Ärzte ohne Grenzen. Von Berlin und Frankfurt aus sind bereits Flugzeuge mit Medikamenten, Verbandsmaterialien und weiteren Hilfsgütern geschickt worden.
3.000.000 Menschen in Not und 1.500.000 obdachlos
Berichten zufolge ist der Flughafen von Port-Au-Prince völlig überlastet, so dass täglich nur 90 Flugzeuge landen können. Die meisten müssen wieder umkehren. Derzeit sind etwa 3.000.000 Menschen in Not und 1.500.000 obdachlos. Viele Menschen versuchen zu fliehen, weil sie Angst vor weiteren Nachbeben haben. Die Gerüchte über Seuchen und drohende Tsunamis, versetzen die Menschen ebenfalls in Angst und Schrecken.
Die Verzweiflung der Menschen wandelt sich in Wut um und die Zerstörung in der Stadt nimmt zu. Es gibt viele Prügeleien und Aufruhr wegen Nahrungsmangel. Die Polizisten haben Schwierigkeiten, die Randalierer aufzuhalten. Weltweit zeigen Menschen ihre Solidarität und organisieren Spendenaktionen.
Bundesregierung stockt Hilfe für Haiti auf
Am gestrigen Abend gab Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer von ZDF und Bild-Zeitung organisierten Spendengala bekannt, dass die Bundesregierung ihre Hilfe für Haiti von 7,5 Millionen um 2,5 Millionen aufstockt. Die CDU-Politikerin kündigte zudem an, dass Spenden an anerkannte Hilfsorganisationen künftig steuerlich einfacher absetzbar sein sollen.
„Niemals werdet ihr Frömmigkeit erlangen, ehe ihr nicht von dem spendet, was ihr liebt….“ (Koran 3:92)
„Und wer Gutes im Gewicht eines Stäubchens getan hat, wird es sehen.“ (Koran 99:7)
Der Prophet-Friede sei mit ihm- sagte: "Wer einen Menschen im Diesseits eine Erleichterung bringt, dem wird Allah eine Erleichterung im Jenseits bringen."
Spenden Sie bitte online:
www.ihh.com
www.islamicrelief.de
www.muslimehelfen.org
Presseerklärung der IGD vom 11. Januar 2010:
IGD hat neuen Präsidenten gewählt

Samir Falah wird die IGD in den kommenden vier Jahren führen
Die Mitgliedervollversammlung hat Samir Falah zum neuen Präsidenten der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland e.V. gewählt. Er folgt Ibrahim F El-Zayat, der erstmals am 13. Januar 2002 zum Präsidenten der IGD gewählt wurde und nach zwei Amtsperioden nicht mehr zur Wiederwahl zur Verfügung stand.
Samir Falah ist Diplom Informatiker aus Karlsruhe und gehörte bereits in den letzten Amtsperioden dem Vorstand der IGD an, zuletzt mit dem Aufgabenbereich Jugend und Studentenarbeit. Der Vater von vier Kindern hat sich zum Ziel gesetzt in den kommenden vier Jahren die Arbeit in den Moscheegemeinden und ihre Professionalisierung in den Vordergrund der Bestrebungen zu stellen.
Die Mitgliederversammlung dankte El-Zayat und dem alten Vorstand für die Führung der Gemeinschaft in einer sehr schwierigen Zeit.
Die IGD, die Islamische Gemeinschaft in Deutschland e.V. wurde 1958 gegründet und ist eine der ältesten islamischen Institutionen in Deutschland.
Über uns
Zu seinem Stellvertreter ist Khallad Swaid gewählt worden:
07.01.2010
Die islamische Konferenzorganisation (OIC) sowie sämtliche andere muslimische Organisationen verurteilten den Attentatsversuch auf den dänischen Karikaturenzeichner, Kurt Westeergard.
In der Nacht zum Samstag schlug ein 28-jähriger in Dänemark lebender Somalier mit einer Axt ein Fenster zur Wohnung Westergaards ein. Unmittelbar danach gab der 74-Jährige Karikaturist einen Notruf ab und floh in einen Sicherheitsraum. Die Polizei überwältigte den Eindringling, Westergaard blieb unverletzt.
Der Vorfall wurde unter Muslimen scharf kritisiert. Die islamische Konferenzorganisation (OIC) mit Sitz in Jeddah in Saudi-Arabien und Vertreter von 57 muslimischen Mitgliedsländern erklärte auf der Homepage der Organisation, man sei besorgt über das Geschehen. Der Mordversuch müsse von allen Muslimen verurteilt werden, denn das widerspreche „vollständig" den Werten und der Lehre des Islams.
Eine andere muslimische Organisation und Vertreter von rund 60 000 Muslimen, die MFR, teilte indes mit, dass der Anschlag auf den dänischen Karikaturisten „beschämend“ sei. „Diese Handlung ist in keinster Weise akzeptabel und auf gar keinen Fall mit islamischen Werten zu vereinen.“
Der Vorfall rief zudem in Somalia, in dem Herkunftsland des Attentäters, Besorgnis hervor. Man sei zutiefst betrübt darüber, dass er ein Mensch somalischer Herkunft sei, teilte der Vorsitzende der Somalischen Union, Muhammed Gele, mit und distanzierte sich von diesem Vorfall. Gele sagte ferner, dass Tausende Somalier, die in Dänemark lebten, von dieser Tat betroffen seien. (ab)
7.01.2010
Die Geschichte vom Muslim, der Weihnachten stehlen wollte: Analyse zur Berichterstattung über Qaradawi und das angebliche Weihnachtsverbot – Kommentar von Tarafa Baghajati
Eingehend ist festzuhalten, dass jeder jeden kritisieren kann und soll. Das ist in einer demokratischen und pluralistischen Gesellschaft eine Selbstverständlichkeit. Muslimische Persönlichkeiten sind davon natürlich nicht ausgenommen. Allerdings sollte eine kritische Meldung, insbesondere wenn sie von Qualitätsmedien kolportiert wird, auf überprüften Quellen basieren. Insbesondere was Islam und Muslime betrifft, gehören falsche Übersetzungen und aus dem Zusammenhang gerissene Zitate zu den beliebtesten Instrumenten, um Muslime und ihre Religion zu diffamieren. Der Übersetzungsdienst MEMRI ist in diesem Zusammenhang bereits auffällig geworden und kann nicht als seriöse und objektive Quelle angesehen werden. Darauf hat Brian Whitaker bereits im August 2002 in seinem im Guardian veröffentlichten Artikel „Selective MEMRI“ aufmerksam gemacht. http://www.guardian.co.uk/world/2002/aug/12/worlddispatch.brianwhitaker
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04.01.2010
Edathy warnt vor islamfeindlichen Tendenzen in der Gesellschaft
Der SPD-Innenexperte Sebastian Edathy hat vor islamfeindlichen Einstellungen in der Gesellschaft gewarnt. Edathy nannte die „islamophoben Tendenzen“ erschreckend. Er betonte, bei den Muslimen in Deutschland sei eine „generelle Radikalisierung“ nicht festzustellen.
Edathy sagte der Welt, die „breite Mehrheit der Muslime“ in Deutschland sei friedlich und stehe auf dem Boden des Grundgesetzes. „Gerade im Umgang mit Minderheiten sollte sich die Mehrheitsgesellschaft immer wieder vor Augen führen, dass Ausgrenzung nicht zur Integration beiträgt, sondern dazu, dass sich Menschen aus unserer Gesellschaft zurückziehen und sich von unserem Wertesystem abwenden“, betonte der SPD-Innenpolitiker. Wer in Deutschland damit liebäugele, die Religionsfreiheit einzuschränken, sollte sich „darüber klar sein, dass er damit nicht Extremismus entgegenwirkt, sondern ihn fördert“.(sa)